Die Landschaft veraenderte sich sehr interessant. Wir kamen vom Meer in eine schoene bewohnte Gegend, langsam und langsam ging es immer mehr in Agrikultur hinueber bis es schlussendlich nichts mehr gab ausser grosse Wiesen und wunderschoene Waelder. Irgendwann wurde es ein bischen huegliger, aber es ist nicht wirklich eine grosse Bergkette oder so. Umso erstaunter war ich dann, als wir ins Yosemite Valley hinein fuhren. Die Granitfelsen, die senkrekt hinunter auf eine traumhafte Wiesenlandschaft hinunter fielen, waren so imposant.
Was man über die Natur sagen kann, sie ist sicher åhnlich ist, wie die Schweizer Natur. Nur ist alles einfach tausandmal groesser.
Es hatte dort ein kleines Zentrum, mit verschiedenen Essensmoeglichkeiten. Da es noch nicht Saison war, hatte es nicht ganz so viele Leute. Aber doch erstaunlich viele eigentlich. Im Sommer ist der Park scheinbar nahezu ueberfuellt.
Auch speziell war das Wettter. Wir sahen eine Dokumentation, wie es normalerweise im Maerz aussieht. Der Schnee ist langsam am schmelzen, aber es sollte auch immer noch ab und zu kalte Stuerme geben. Natuerlich sieht es so auch ganz schoen aus, aber bei Sonne und guten 15 Grad Celsius macht wandern doch mehr Spass.
Das machten wir dann auch am naechsten Tag. Wir liefen gut zwei Stunden bis wir von einem Wasserfall hinunter ins Tal sehen konnten.
Am Abend assen wir in einem der besseren Restaurants im kleinen Yosemite Village und gingen noch in die Gift Shops. (typisch Amerika, jedes nur so kleine Museum oder Park hat sein eigenen Giftshop, also einen Laden mit mehr oder weniger brauchbaren Souveniers.) Ich habe jetzt angefangen pressed pennies zu sammeln, also Pennies auf denen es ein Motiv vom Ort drauf hat.
Noch mehr Freude haben wir beide allerdings an unseren neuen Camelbackflaschen (Trinkflaschen) mit dem Yosemite Motiv darauf. Seit wir sie haben trinken wir sicher doppelt so viel Wasser.
Am zweiten Tag im Yosemite NP, schon auf dem Rueckweg nach Sacramento, Californien, wo wir den Zug nehmen wuerden am Abend, sahen wir die grossen Sequoia Baeume.
Sie sind so viel ich verstanden habe, auch in der selben Familie, wie die Redwoods (die wir ja in den Muir Woods gesehen haben)
Wenn ihr genau schaut, seht ihr auf dem untersten Foto ein Specht. Wir konnten fast bis auf fuenf Meter zu ihm hin laufen und ihn aus genauster Naehe sehen, als er mit erstaunlich lautem Klopfen auf den Baum haemmerte.
Das Foto von der Wurzel oben zeigt ein Baum der vor mehreren Jahrhunderten (!) gestuerzt ist und seitdem dem Wald als Nahrung dient. Ein Grund warum die Baeume so lange ueberleben oder eben auch so lange nich verfaulen am Boden ist, weil sie ressistent gegenueber vielen Pilzen sind. Darum ist das Holz der Sequoias auch schwer verbrennbar, aber extrem stabil.
Apropos Waldbrand, beim Eingang des Parks hat es eine riesige Flaeche von verbranntem Wald. Auch bei den Sequoias hatte es viele angebrannte Baeume. Aber wir haben gelernt, dass es zur Entwicklung des Waldes alle paar Jahrzehnte ein Waldbrand braucht. Darum werden auch nicht alle Waldbraende sofort ausgeloescht, denn der Wald braucht es um sich weiterzuentwickeln. Forscher haben naemlich herausgefunden, dass seit die Menschen die Waldbraende zu stoppen versuchen, es der Natur entsprechend schlechter geht.
Dann mussten wir leider schon weiter nach Sacramento, die Haupstadt des Staates Kalifornien.
Wir assen in einem Restaurant in der Altstadt von Sacramento.
Um Acht brachte sie uns dann zur Amtrak Station, nachdem wir noch ein bischen in der Altstadt umhergeloffen sind. Wir mussten noch 4 Stunden auf den Zug warten, der uns in zwoelf einhalb Stunden nach Eugene, Oregon bringen sollte.
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